J1/J2

Jugenduntersuchungen

J1-Untersuchung (13. - 15. Lebensjahr)

Bei dieser Untersuchung steht eine ausführliche Erhebung der Anamnese, die vorwiegend auf bereits bekannte Gesundheitsstörungen, Impfschutz, die familiäre Situation, die seelische Entwicklung und das Gesundheitsverhalten des Jugendlichen abzielt. Weiterhin wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Die Bestimmung des Gesamt-Cholesterin ist nur vorgesehen, wenn konkrete Hinweise auf eine Manifestation kardiovaskulärer Erkrankungen vor dem 55. Lebensjahr bei Eltern oder Großeltern besteht. Auch soll auf Möglichkeiten zur Vermeidung gesundheitsschädigender Verhaltensweisen hingewiesen werden. Über das Untersuchungsergebnis wird der Jugendliche, ggf. die Eltern informiert und beraten

J2-Untersuchung (14–17 Jahre)

Die J2 ist eine freiwillige Vorsorgeuntersuchung für Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Sie dient dazu, körperliche, seelische und soziale Entwicklungen zu begleiten. Themen wie Pubertät, Hautprobleme, Haltung, Sexualität, Suchtverhalten oder schulische Belastung können besprochen werden – natürlich vertraulich.
Die J2 wird nicht von allen Krankenkassen übernommen. Fragen Sie gerne bei Ihrer Krankenkasse nach.

 Duplex-Carotiden

Ultraschalluntersuchung der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße (Duplex-Carotiden) für privat Versicherte oder als Selbstzahlerleistung

Allen Patienten, die ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, bieten wir eine präventive Untersuchung der Halsgefäße als Selbstzahlerleistung an.

 

Für wen ist dies sinnvoll?

  • Raucher
  • Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten
  • Patienten mit Bluthochdruck
  • Patienten mit familiärem Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt
  • Schwindelpatienten
  • Tinnituspatienten

Die Halsschlagader (Arteria Carotis communis mit ihren beiden Ästen) ist ein großes körperoberflächennah gelegenes Gefäß, das mit den modernen Ultraschallgeräten detailliert morphologisch analysiert werden kann. Hier können schon kleinste Gefäßwandverdickungen als Hinweis auf eine beginnende Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) dargestellt werden und selbstverständlich alle Formen einer Gefäßwandveränderung der manifesten arteriosklerotischen Gefäßerkrankung. Hierbei gelten die Untersuchungsergebnisse als repräsentativ für das gesamte Gefäßsystem und lassen, wenn sie pathologisch sind, auf Gefäßschäden auch anderer wichtiger Organsysteme schließen. Hier wären vorrangig die Herzkranzgefäße, die Gehirngefäße und die Nierengefäße zu nennen. Darüber hinaus können hierbei auch drohende, die Durchblutung störende Gefäßverengungen (hämodynamisch relevante Stenosen) frühzeitig entdeckt und gegebenenfalls einer angiologischen oder gefäßchirurgischen Intervention zugeführt werden, bevor es etwa zu einem folgenschweren Schlaganfall kommt.

 

Somit stellt diese Untersuchung eine große Entscheidungshilfe dar, wenn es darum geht, in welcher Intensität bestehende Risikofaktoren behandelt werden müssen. Als häufigstes Beispiel sei hier die medikamentöse Cholesterinsenkung genannt. Die Ultraschalluntersuchung der Arteria Carotis ist hier oftmals ausschlaggebend bei der Frage: „Cholesterinsenkendes Medikament ja oder nein?“

 

Wir beraten Sie gern, ob dies für Ihre individuelle Situation eine sinnvolle Zusatzuntersuchung ist. Sprechen Sie uns an!